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Dorothy Iannone

25. Nov 2022 to 5. Mar 2023

Über sechs Jahrzehnte hinweg hat Dorothy Iannone eine epische und stark persönliche Bildsprache kultiviert. Mit fast 90 Jahren starb sie Weihnachten 2022. Ausgehend von ihrem eigenen Leben und einer Fülle historischer Bezüge feiert sie die freie Liebe, die Ekstase und die sinnliche wie spirituelle Begegnung von Liebenden.

Freiheit, freie Liebe, befreite Sexualität und die ekstatische Vereinigung mit dem Anderen sind zentrale Themen in den explizit autobiografischen und explizit erotischen Bildern Dorothy Iannones. Die 1933 geborene Künstlerin hat seit den 1960er Jahren eine farbenfrohe, ornamentale Bildsprache entwickelt, die sich unter anderem in Gemälden, Zeichnungen, Büchern und Videoskulpturen entfaltet.

 

Oft haben ihre Werke den Charakter von „Graphic Novels", in denen handgeschriebene Texte und Bilder gemeinsam die Geschichten erzählen - unverblümt und mit Humor, der sich sowohl in sprachlichen als auch in bildlichen Details ausdrückt.


„Es gibt praktisch keinen Unterschied zwischen mir und meiner Arbeit. In beiden geht es um die Sehnsucht nach ekstatischer Einheit und um eine Reise zu bedingungsloser Liebe.“

– Dorothy Iannone

 

Dorothy Iannone. Foto: Frédéric Paul, 2019

 

Coverfoto © Dorothy Iannone

 

Die Ausstellung wurde vom Louisiana Museum of Modern Art in Zusammenarbeit mit dem Kunsten Museum of Modern Art Aalborg organisiert.

Mythen, Sagen und eigene Geschichten

Die persönlichen Liebesbeziehungen Dorothy Iannones sind ein wesentlicher Bestandteil des Ganzen. Doch ihre autobiografischen Schilderungen ruhen auf einem soliden Fundament aus mythologischen und historischen Darstellungen von Beziehungen und Geschlecht, Liebe, Sex und Ekstase. Dabei greift Iannone auf Referenzen zurück, die von der Antike, den isländischen Sagas, dem Christentum und dem Barock bis hin zu indischem Tantra, Weltliteratur und Filmgeschichte reichen.


Dorothy Iannone hat amerikanische Wurzeln, lebt und arbeitet aber seit 1967 in Europa. Seit 1976 ist sie in Berlin ansässig.

Ny podcast: Dorothy Iannone

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